Die Perlenbande.....

... hat sich verändert.

Gestartet sind wir als drei Mädels, die sich über die Freude am Schmuckbasteln gefunden hatten. Nach dem Schmuckbasteln gingen wir in allgemeines Basteln und Handarbeiten über - und wir waren nur noch zu zweit.

Das Leben ging weiter und auch der Blog wandelte sich. Zum Schluss war ich (Bea) mehr oder weniger alleine. Mein Blog wurde mehr zum Reiseblog mit Anteilen an Handarbeiten und kreativem Basteln.

Und im Frühjahr 2018 kommt der nächste Wechsel. Wir sind jetzt wieder eine Gruppe mit fünf Mädels, die Spaß am gemeinsamen Ausprobieren haben. Mit viel Freude und viel Elan gehen wir an unsere "Projekte". Ich werde hier im Blog unter unserem Namen "Knoddelgrubb" berichten. Aber es bleibt auch eine Reiseblog, weil ich das Reisen liebe und die Möglichkeit aus meiner Sicht darüber zu berichten.



Montag, 2. April 2018

... Teneriffa Teil II (Februar 2018) ...

... normalerweise gehört Fasching/Karneval in Deutschland für mich zum Pflichtprogramm. Ich freue mich das ganze Jahr auf die fünfte Jahreszeit. Nur dieses Mal war es anders - Umstände, die ich nicht beeinflussen konnte, sagten mir, dass ich was Neues wagen sollte. Deshalb....
 
Karneval auf Teneriffa
 
Laut diversen Reiseführern und Reiseberichte im Internet gibt es auf Teneriffa den größten europäischen Karneval bzw. den zweitgrößten nach Rio. Frank hatte schon lange gebucht - aufgrund der guten Erfahrungen bei meiner ersten "Nachbuchung" versuchte ich es wieder. Am Fasching Sonntag sind wir nach Teneriffa gestartet. Vorher hatte ich noch genügend Zeit um den "Schmutzigen Donnerstag" in Mainz zu verbringen.
 
Am späten Nachmittag kamen wir in Teneriffa Süd an und fuhren mit dem Leihwagen nach La Laguna (ausgeschrieben: San Cristobál de La Laguna). Dies ist eine Stadt ganz in der Nähe von Santa Cruz, der Hauptstadt von Teneriffa und liegt im Norden. Als wir an unserer Airbnb-Unterkunft ankamen, war es schon dunkel. Sie war aber schön - leider war es etwas kalt, aber da kann ja niemand was dafür. Frank hat schöne Bilder in seinem Blog - klick
 

Am Montag starteten wir ins Anagagebirge. Das Wetter spielte nicht so richtig mit - es war trüb und sah nach Regen aus. Aber im wildromantischen Anagagebirge macht das gar nicht so viel aus. Ein dichtes Blätterdach der Lorbeer- und Eukalyptus-Bäume umfing uns sofort. Es war feucht und dunkel - man wartete jeden Moment, dass eine alte Kräuterfrau um die Ecke bog. Bei einem kleinen Spaziergang durch den Wald war ich froh, dass ich eine Jacke dabei hatte.

Wir machten uns auf den Weg zum Playa de Benijo - auf dem Weg dorthin hielten wir an einer Bucht und beobachteten Wellenreiter. Super Deal an so einem Tag - es war zwar recht frisch, aber Wellen waren reichlich vorhanden. Das ist mir übrigens während des gesamten Urlaubs aufgefallen - immer viele Wellen. Nachdem ich mich an den Wellenreitern satt gesehen hatte, gab es einen Barraquito (es war nicht mein letzter).



Wir fuhren dann über San Andres nach Hause. Dort wollten wir eigentlich in ein gemütliches Fischlokal, welches wir beim ersten Urlaub entdeckt hatten. Aber irgendwie waren wir beide zu müde und auch nicht so hungrig, sodass wir direkt zu unserer Unterkunft nach La Laguna gefahren sind.

Der Dienstag stand dann im Zeichen des Karnevals in Santa Cruz. Wir fuhren mit der Straßenbahn von La Laguna in die Hauptstadt Teneriffas. Nach 20 Minuten hatten wir unser Ziel erreicht und waren mitten im Getümmel. Straßenkarneval wie bei uns, nur in warm! Farbenfrohe Kostüme, ausgelassene Menschen ohne viel Alkohol, überall Stände und Buden auf der Straße mit Essen und Trinken. Alles geschmückt mit Laternen, Lichterketten, bunten Figuren und, und, und,..... Die Geschäfte hatten zum größten Teil geschlossen und ganz Teneriffa war mit Kind und Kegel unterwegs.


 
 
Es gab auch einen riesigen Rummelplatz mit Fahrgeschäften aller Art. Es war ein richtiges "Familiending". Und dann startete der Umzug - am Straßenrand gab es dreireihige Stuhlreihen, die Plätze wurden mit Jacken, Decken oder Kissen reserviert. Diese Plätze waren voll - Frank und ich wollten lieber stehen, wegen dem Fotografieren. Die Bilder, die nun folgen, sind nur ein  kleiner Auszug. Frank hat eine ganze Reihe mehr, aber alle kann ich nicht zeigen, das würde einen Farbflash ergeben.

 




 







 
Der komplette Umzug dauerte mindestens drei Stunden. Es gab nur Sambaklänge, bis auf drei oder vier Wagen am Ende mit Techno-Musik. Zwischen den oben dargestellten Fußgruppen gab es auch große Wagen mit den schönen Sambatänzerinnen. Bemerkenswert fand ich das Körperverständnis  Auch Frauen, mit deutlich mehr Speck auf den Rippen, tanzten im Mini-Kostüm mit. Man hatte nicht das Gefühl, dass sich irgend jemand daran stört. Und bemerkenswert waren auch die Männer. Ganz viele in Frauenkleidung und trotzdem konnte man den Macho ohne Probleme erkennen. Und es waren ganze Familiengruppen mit Kinderwagen und Kleinkindern unterwegs - einfach herrlich. Und wie schon weiter oben geschrieben - WARM! Ein ganz tolles Erlebnis.

Der Mittwoch begann gemütlich - wir mussten am Abend die Sardine verbrennen. Das ist ein Brauch wie bei uns am Faschingsdienstag. Eine große Sardine aus Pappmaché wird durch die Straßen gezogen. Viele laufen in schwarzen Frauenkleider mit und beweinen das Ende des Karnevals. Auch hier waren wieder sehr viele Männer in Frauenkleider zu sehen. Der Alkohol floss mehr als am Tag zuvor, aber nicht mit uns zu vergleichen. Ein toller Brauch, volle Straßen und viele Flirts in den Kneipen, Cafés und Restaurants. Gegen 0:30 Uhr gingen wir zurück zu unserem Auto und fuhren nach Hause. Müde und zufrieden, vor dem traditionellen Zug durch die Stadt sind wir noch eine kleine Mäuseachterbahn auf dem Rummelplatz gefahren.

Am nächsten Tag zog es uns nach Puerto de la Cruz. Beim letzten Besuch waren wir für einen halben Tag dort, den haben wir am Strand verbracht. Über Puerto de la Cruz wacht der El Teide - auch an diesem Tag.

 
Die Sonne hat uns ganz toll umfangen - Puerto de la Cruz hat mich sofort eingefangen, gleich der erste Laden war hier drin:

Gekauft habe ich das:

Im ganzen Lädchen sooooo viele Kleinigkeiten. Frank und ich haben uns immer angestoßen und gesagt: "Guck mal", "Schau mal", "ist das nicht toll?" - Mein Lieblingswort in solchen Momenten ist schockverliebt.

Nachfolgend noch ein paar Impressionen von Puerto de la Cruz - eine tolle Stadt!







Über die ganze Stadt verteilt haben Künstler Graffiti an die Häuserwände gemalt. Das hier ist nur eins davon. Nach unserem Bummel durch die Stadt gingen wir noch ein wenig ans Meer. Die Wellen waren wieder gigantisch.

Am Freitag fuhren wir nach Garachico - eine kleine wundervolle Ortschaft. Auch hier haben wir tolle Bilder am Meer gemacht mit bewegten Wellen. In der kleinen Stadt gab es kleine gemütliche Ecken zum ausruhen, schauen, entspannen - einfach die Seele baumeln lassen.





Natürlich haben wir auch diverse Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge angesehen und fotografiert. Bilder hierzu findet ihr bei Frank. Samstags waren wir auf dem Umzug in Puerto de la Cruz - ich hatte aber keinen guten Platz zum fotografieren, deshalb hat auch hier nur Frank die passenden Bilder.

Teneriffa im Karneval ist wunderbar. Für etwas bessere Konversation sollte ich einen Spanischkurs machen. Das Wetter war auch toll - es gab also nichts zu meckern. Nach dem Aufstehen oder nach dem Fotografieren saß ich ab und an auf unserer Terrasse. Ich genoss die Sonne und habe dabei gehäkelt. Das Tuch ist zwischenzeitlich auch fertig - es war ein wunderschöner Urlaub. Teneriffa hat mich nicht zum letzten Mal gesehen. Ob zu Karneval weiß ich noch nicht.......

 
Liebe Grüße
Eure Bea


Sonntag, 1. April 2018

... Teneriffa - Teil I (Juni 2017) ...

... ganz überraschend kam ich im Juni 2017 zu einem Urlaub auf Teneriffa. Die Umstände waren etwas unglücklich, aber die Fügung war gut. Mitte Juni ging es mit dem Flugzeug ab Frankfurt/Hahn nach Teneriffa (Flughafen Süd). Mit dem Mietwagen fuhren wir vom Flughafen nach Los Gigantes, zu unseren ersten Unterkunft. Ein kleines Appartement mit Terrasse - Blick auf die riesigen Felsen. Wir haben vom Bett aus auf das Meer gesehen und dabei dem Wellenrauschen zugehört. Von der Terrasse hatten wir folgenden Blick:



Gebucht wie immer über Airbnb - das Appartement war klein, nix Besonderes - aber der Blick hat alles wett gemacht. Hier waren wir die ersten paar Tage untergebracht und erkundigten die Gegend um uns herum. Frank hat in seinem Blog die einzelnen Stationen unserer Reise benannt und beschrieben - wer gucken mag - hier klicken. Ich nehme mir die anderen Orte vor, damit ihr einen Rundumblick erhaltet.

Gleich am Abend suchten wir uns eine kleine Tapas-Bar - vorher hatten wir den Blick auf folgende Felsenformation. Solchen Aussichten konnten wir nun fast jeden Abend genießen.

 


Wir machten uns auf den abenteuerlichen Weg nach Masca. Masca ist ein kleines Bergdörfchen, welches nur über eine enge Bergstraße zu erreichen ist. Die Serpentinen sind nicht leicht zu nehmen und es kommen immer große Reisebusse entgegen, welchen man ausweichen musste. Vor Masca muss man parken, um den kleinen Ort zu Fuß zu erkunden. Ein kleiner, aber recht steiniger Fußweg führte zum Meer. Aber den wollten wir nicht gehen - es gab auch ein Schild "Achtung - Benutzung auf eigene Gefahr". Rund um den Ort gab es eine reichhaltige Vegetation.







Einen weiteren Ausflug führte uns nach Punta da Teno - den nordwestlichsten Zipfel von Teneriffa. Ein wunderbarer Weg führte dorthin - einfach atemberaubend. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Superklasse -



Selbstverständlich waren wir auch auf dem höchsten Berg Spaniens - El Teide


Als wir losgefahren sind, war es total nebelig. Wir wollten fast schon wieder umdrehen, weil wir uns nicht vorstellen konnten, dass es eine gute Idee war. Zum Glück sind wir weitergefahren, sodass wir eine wunderschöne Aussicht genießen konnten. Das war dann der Blick zurück, nachdem wir ihn bestiegen hatten.

Danach ging es nach La Orotava. Dieser Ort ist wegen seiner gigantischen Sand- und Blumenteppiche zu Fronleichnam berühmt. Als wir dort waren, wurden diese gerade ausgelegt - beeindruckend.



Ein Abstecher zu Icod de los Vinos darf natürlich nicht fehlen - dort statteten wir dem ältesten Drachenbaum einen Besuch ab.

 
 
Nachdem die Hälfte der Zeit um war, zogen wir weiter. Es ging nach Tabaiba. Vorher noch ein letzter Blick von unserem Balkon auf Los Gigantes und mein Häkeltuch.

 
Auch in Tabaiba hatten wir ein Zimmer mit Balkon und Blick aufs Meer. Wir waren nicht so nah wie in Los Gigantes und die Autobahn in der Nähe verhinderte, dass wir das Meer hörten.

 
Nun waren wir auf der anderen Seite der Insel. Die Orte La Laguna, Santa Cruz und Puerto de la Cruz wurden von uns erobert. Es gab so vieles zu entdecken - wir waren ganz häufig am Meer und schauten bzw. hörten den Wellen zu. Die Minuten so langsam verstreichen zu lassen, war ein beliebte Beschäftigung von uns beiden. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir Anfang 2018 wieder hier sein werden - diesmal mehr im Norden und deshalb schaut auf meinen Blogeintrag "Teneriffa Teil II". Zum Abschluss noch ein paar Bilder ohne Worte:






Liebe Grüße
Eure Bea